Kurzportrait

Die GGS am Lönsberg ist eine städtische inklusive Montessorigrundschule im Stadtteil Essen-Huttrop. In acht Klassen werden im Moment ca. 200 Schülerinnen und Schüler jahrgangsgemischt in den Klassen 1 bis 4 unterrichtet. Dem Kollegium gehören 13 Lehrkräfte und 6 Erzieherinnen an.

In allen jahrgangsgemischte Lerngruppen werden Grundschüler ohne und mit unterschiedlichen sonderpädagigischen Förderbedarf im Gemeinsamen Lernen nach den Prinzipien der Montessoripädagogik unterrichtet. Den Unterricht begleiten Grundschullehrerinnen sowie Lehrerinnen und Lehrern für Sonderpädagogik, die nahezu alle das Montessoridiplom erworben haben.

Differenzierung, Individualisierung und Förderung sind drei wichtige Schlagwörter, die den Unterricht unserer Schule bestimmen. Jedes Kind soll entsprechend seiner individuellen Lernvoraussetzungen und Möglichkeiten gefördert und gefordert werden. Differenzierender Unterricht und unterschiedliche Unterrichtsformen haben an unserer Schule in allen Jahrgängen ihre Berechtigung. Dazu gehören u. a. auch Wochenplan- und Freiarbeit, fächerübergreifende und -verbindende Unterrichtseinheiten und Projektarbeit.

Zur Vertiefung der Unterrichtsinhalte besuchen alle Klassen regelmäßig außerschulische Lernorte wie Theater, Museen, GRUGA, Rathaus, Wasserwerk, Stadtbücherei, Feuerwehr, ...
Zusätzliche Unterrichtsangebote in Form einer Arbeitsgemeinschaft sind zur Zeit der Chor, der Besuch der Bücherrei Pax Christi und Angebote im Offenen Ganztag.
Neben den Festen im Rahmen des Jahreskreises und des Brauchtums gehören Projekttage, Wandertage, Jugendherbergsaufenthalte, Sport- und Schulfeste zu unserem Schulprogramm.

Es gibt an unserer Schule als Betreuungsangebote nach dem Unterricht den Offenen Ganztag und die 8-1 Betreuung.

Montessori- Pädagogik

Maria Montessori

Maria Montessori, geboren in Italien, lebte von 1870 – 1952. Sie war Ärztin und Pädagogin.

Durch Studium, Beobachtung und Reflexion gewann sie Erkenntnisse über den kindlichen Selbsterziehungsprozess und schuf eine pädagogische Philosophie und Praxis, die bestimmt war von der Achtung der Person und ­ihrer Selbstbestimmung und vom Bewusstsein der Verantwortung für die Welt.
Entscheidend war, dass unter ihrer Anleitung Kindergärten und Schulen gegründet wurden, die aus ihren Erkenntnissen praktische Konsequenzen zogen. Maria Montessori konzipierte zunächst eigene Materialien, wie den rosa Turm, die braune Treppe oder das goldene Perlenmaterial. Weiteres didaktisches Arbeitsmaterial und neue Unterrichtsformen wurden im Laufe der Zeit entwickelt, die dem kindlichen Forschungs- und Entwicklungsdrang Raum gaben und selbstbestimmtes Lernen ermöglichten. Durch die Umsetzung ihrer Ideen in die Praxis und durch Ausbildungskurse in vielen Ländern der Welt schuf Maria Montessori für alle interessierten Pädagogen die Möglichkeit, ebenfalls die neuen Unterrichtsformen und Arbeitsmittel kennen zu lernen. So wurde das Konzept der Montessori-Kindergärten und –schulen vielfältig erprobt und gesichert; Montessori-Einrichtungen sind auf der ganzen Welt verbreitet.

Freiarbeit

... ist das Kernstück der reformpädagogischen Bildung Montessoris. Die Kinder wählen nach eigener Entscheidung, womit sie sich beschäftigen. Das Montessori-Material, die kindgerechte Darstellung der Angebote und die gute Beobachtungsgabe des Erziehers helfen dem Kind dabei, sich für ein Angebot im Klassenraum zu entscheiden.
Dann bestimmt das Kind weitgehend selbst den Arbeitsrhythmus und die Beschäftigungsdauer und auch, ob es allein oder mit einem Partner arbeiten, spielen oder lernen möchte.
Diese freie Entscheidung führt zu einer Disziplin, die von innen kommt und nicht vom Erzieher gemacht wird. Jeder Besucher, der nicht mit der Montessori-Pädagogik vertraut ist, bewundert diese ruhige und entspannte Arbeitsatmosphäre in der Freiarbeit nach Montessori.

Gemeinsames Lernen

Gemeinsamer, inklusiver Unterricht heißt für die Montessori-Lerngruppe: „Gemeinsames Leben und Lernen von behinderten und nicht- behinderten Kindern.“

Im gemeinsamen Lernen werden Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gefördert. Dabei unterstützt eine Sonderpädagogin oder ein Sonderpädagoge die Schülerinnen und Schüler zusätzlich im Unterricht. Die Förderung findet

  • in einer kleinen Lerngruppe oder
  • in Einzelsituationen oder
  • in der Klasse während der Freiarbeit statt.
    Die Zusammenarbeit der Sonderpädagogin oder des Sonderpädagogen mit der Grundschullehrkraft wirkt positiv auf die Unterrichtsgestaltung für alle Kinder.
    Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf können lernzielgleich oder lernzieldifferent unterrichtet werden. Differenzierte und individualisierte Lernangebote sind aufgrund der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler ein zentrales Anliegen des gemeinsamen Unterrichts.
    Sich gegenseitig in seiner Unterschiedlichkeit kennen zu lernen, sich zu unterstützen und als dazugehörig zu akzeptieren, ist die soziale Komponente des gemeinsamen Lernens. Die nicht behinderten Kinder lernen Rücksicht zu nehmen und Verantwortung für andere zu tragen. Für die behinderten Kinder bedeutet die Inklusion eine Vorbereitung auf ein Leben unter nicht behinderten Menschen. So lernen sie frühzeitig sich zu behaupten und durchzusetzen. Außerdem können sie Erfahrungen der Solidarität ihrer Mitschüler, der Kooperation und dem Getragen sein in einer Gruppe machen.